Frederick Law Olmsted
und seine Bedeutung für die internationale Landschaftsarchitektur
zum urbanen Raum

(2013)

 

Kurzcharakteristik

Der Central Park im Herzen New Yorks markiert sein populärstes Projekt. Die pure Reduktion seines Namens auf das Bild dieses Parks erscheint jedoch völlig ungenügend und absolut unzureichend. Er markiert erst den Beginn seiner Karriere, in der er neben New York unzählige weitere amerikanische Städte geprägt hat und somit das moderne Amerika maßgeblich mitgestaltet hat. Darüber hinaus begründete er die Profession der Landschaftsarchitektur in Amerika durch seine Konzeption des urbanen Raumes.

Auf der Grundlage einer überaus umfangreichen Auseinandersetzung mit seinem Lebenswerk, werden seine Kernaussagen zur Landschaftsarchitektur herausgearbeitet, und Antworten auf die Frage gefunden, ob seine Theorien und konzeptionellen Ansätze auch im 21. Jahrhundert noch eine Relevanz besitzen und ob diese auf zeitgenössische Problemstellungen der Stadtentwicklung angewendet werden können.

Durch die intensive Auseinandersetzung mit der überwiegend amerikanischen Literatur, konnte Frederick Law Olmsteds Gedankengut im Rahmen dieser Arbeit in die deutsche Sprache überführt und weiterverarbeitet werden.

 

Erstprüferin:
Prof. Cornelia Müller
Lützow 7 Landschaftsarchitekten, Berlin

Zweitprüfer:
Dipl.-Ing. J. Miller Stevens
Stadt Land Fluss – Büro für Städtebau und Stadtplanung, Berlin

 

Grafiken & Fotos:
©  Michael Reepel
Zusammenfassung

Im 19. Jahrhundert war Frederick Law Olmsted maßgeblich an der Gestaltung der modernen amerikanischen Nation beteiligt. Er wirkte in einer Epoche, in der die gesamte Nation einen rasanten Wandel vom Agrarstaat zur Industrienation erfuhr. Als die urbanen Zentren des Landes zu verdichteten Metropolen heranwuchsen, erhob er den demokratischen Park und den Wert der Landschaft zum essentiellen Bestandteil einer Stadt und zum notwendigen Gegenpol der Urbanisierung. Durch die zahlreichen Projekte seiner Karriere, angefangen bei kleinen Parkanlagen bis hin zur Masterplanung suburbaner Vorstädte, definierte und etablierte er den demokratischen, urbanen Raum in der amerikanischen Nation. Dadurch nahm er nicht nur Einfluss auf die städtebaulichen Strukturen, sondern auf eine ganze Gesellschaft. Die Relevanz seiner Arbeit entspringt aus seiner jahrelangen Auseinandersetzung mit städtischen Strukturen auf der Basis eines naturräumlichen Ideals. Aus diesem Ideal und dem Rationalismus der Urbanisierung entwickelte er eine Synthese und transformierte die Landschaft in eine gegenseitige Korrelation mit der Metropole ohne ein isoliertes „Paradies“ zu schaffen.

In seiner Vision strebte er nach einer Stadt, die sowohl die wohltuenden Qualitäten der Landschaft, als auch die Vorteile einer modernen Metropole in einem nachhaltigen Städtebau vereinte. Darüber hinaus setzt er den Wert des urbanen Raumes erstmals in den Gesamtzusammenhang mit den sozialen, hygienischen und gesellschaftlichen Problemen der Stadt. Im Kontext der Metropole arbeitete er Zeit seines Lebens an Konzepten für den urbanen Raum und avancierte damit schließlich zum internationalen Vorbild. Beginnend mit der Planung für den Central Park, definierte er mit seinen großmaßstäblichen, ingenieurtechnischen und stadtplanerischen Konzepten seine Vision einer lebenswerten Stadt und bildete dadurch die Grundlage für die Entwicklung der Landschaftsarchitektur in Amerika.

Frederick Law Olmsteds Lebenswerk stand in einem engen Zusammenhang mit dem Naturverständnis und der Urbanisierung der amerikanischen Nation. Darüber hinaus bestand eine Wechselwirkung mit der europäischen Gartenkunst des 19. Jahrhunderts. In der Komplexität seines Lebenswerkes wurden die Zusammenhänge im Kontext angrenzender Themengebiete analysiert und Frederick Law Olmsteds Theorie und Konzeption des urbanen Raumes herausgearbeitet. Auf der Grundlage einer umfangreichen Auseinandersetzung mit seinem Lebenswerk, werden Antworten auf die Frage gefunden, ob seine Theorien und konzeptionellen Ansätze auch im 21. Jahrhundert noch eine Relevanz besitzen und ob diese auf zeitgenössische Problemstellungen der Stadtentwicklung angewendet werden können.


Eckdaten

184

Tage

171

Seiten

48

Quellen

365

Fußnoten