Umgestaltung des Spielplatzes im Park Holzbenden

(2017)

 

Die Neugestaltung des Spielplatzes im Park Holzbenden erfolgt als erster Bauabschnitt der Umgestaltung und Revitalisierung des Parkraumes. Der Spielplatz bildet seit jeher einen wichtigen Anlaufpunkt für die Familien und Anwohner der Innenstadt, sowie der umliegenden Quartiere.

 

 

Vor diesem Hintergrund bestand die Zielsetzung darin, einen vielfältigen Spielraum zu entwickeln, der Kindern aller Altersklassen ein attraktives Spielumfeld bietet und darüber hinaus gut Beaufsichtigt werden kann. Der Spielplatz im Park Holzbenden wurde als Ort für die ganze Familie konzipiert. Kleinkinder und Eltern können sich nun in einer neuartigen Partnerschaukel gegenüber sitzen, ältere Kinder finden eine komplexe Kletterkombination vor, die über eine Freifallrutsche verfügt. Ein Kleinspielfeld und die bestehende Kletterspinne eröffnen weitere Nutzungsangebote. Umlaufende Sitzgelegenheiten bieten den Besuchern dabei Platz für den Tagesaufenthalt und bequeme Parkbänke geben auch den Senioren die Möglichkeit dem Treiben vor Ort beobachtend zu folgen.

Der Name „Holzbenden“ bewahrt bis heute die Historie des Ortes und beschreibt inhaltlich die damaligen feuchten Wiesen der Rur (später auch des Mühlenteiches), an denen sich der damalige Holzweg befand. Diese Benden mussten die Dürener bereits im 17. Jahrhundert durchqueren, um das Holz von der Rur in die Stadt zu bringen.

Grafiken:
© Atelier Reepel Landschaftsarchitektur

Der Spielplatz befindet sich demnach in einem starken landschaftlichen Kontext und sollte diesen auch künftig wiederspiegeln. Als Zielsetzung stand daher fest, dass der Spielraum vor allem durch natürliche Materialien, wie Holz, Steinen und begrünte Spielhügeln gestaltet wird. Zudem sollen die inhaltlichen Elemente einen informellen Rahmen für ein kreatives Kindesspiel geben, ohne dabei thematisch zu viele Vorgaben zu machen.

Eine scheinbar willkürliche Drapierung von Holzstämmen erinnert zum einen an die Historie, des von den Dürenern gesammelten Holzes in den Benden und bildet zudem einen vielschichtigen Spielraum, in dem sich die Ideen der Kinder ständig neu entwickeln können.

Neben Sandspielbereichen wurden angrenzend leichte Hügellandschaften modelliert und ein lichter Hain aus Papierbirken gepflanzt, der Schatten spendet und den Spielraum erweitert. Zudem wurde ein behindertengerechtes Spielgerät integriert, das mit einem Rollstuhl befahren werden kann und so die Möglichkeit eröffnet aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen.

Während des gesamten Gestaltungsprozesses  wurden die Dürener Bürger und Jugendverbände in die Planung eingebunden, um die konkreten Inhalte an den zukünftigen Nutzern auszurichten.